Drehleiter nicht einsetzbar: Patient über Treppe getragen

Parkende Autos behinderten erneut Rettungseinsatz
 
Traunreut. Gleich doppelt gefordert waren die Freiwilligen Feuerwehren Traunreut und Stein am Samstagabend. Noch während der Löscharbeiten bei den Werkstätten der Chiemgau Lebenshilfe in der Bodelschwingstraße alarmierte die Leitstelle die beiden Wehren um 23.30 Uhr zu einem erneuten Einsatz in die Richard-Wagner-Straße.

Dort hatte der BRK-Rettungsdienst eine Drehleiter zu einer Patientenrettung angefordert. „Wir lösten die Drehleiter aus dem bestehend Einsatz heraus und schickten zur Unterstützungnoch eine freie Besatzung der Freiwilligen Feuerwehr Stein mit. Diese war dort zur Gebietsabsicherung eingeteilt. Es ist bei einer Großschadenslage üblich, Kräfte für einen möglichen weiteren Einsatz im Stadtgebiet freizuhalten. In diesen Fall kam das System zum
Tragen", so Traunreuts stellvertretender Kommandant Konrad Unterstein.

In der Richard-Wagner-Straße mussten die Feuerwehrler einen Patienten nach einer erfolgreichen Reanimation aus dem zweiten Obergeschoss retten. „Leider konnte durch falsch parkende Fahrzeuge die Drehleiter nicht eingesetzt werden. Wir lösten das Problem mit Muskelkraft und trugen den Patienten über das Treppenhaus ins Freie. Das ist einerseits schwerer für die Retter und andererseits nicht so schonend für den Patienten. Es war auch nicht das erste Mal, dass wir einen Einsatz nur verzögert aufgrund von Falschparkern durchführen konnten. Das ist uns heuer leider Gottes schon öfter passiert, zuletzt in der Münchner Straße bei einer Rauchentwicklung im siebten Obergeschoss“, so Unterstein.

Er zeigte sich dennoch beruhigt, dass alle vier Einsätze am Freitagabend und am Samstag reibungslos funktioniert hatten, obwohl immer unterschiedlichste Organisationen zusammenarbeiten mussten: „Hier zahlt sich der gute Ausbildungsstand und das ständige Üben und die motivierte Mannschaft aller Hilfsorganisationen aus.“    − hr

Quelle: Traunreuter Anzeiger

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