"Berufsfeuerwehrtag" aller Feuerwehren der Stadt Traunreut
45 Jugendliche hatten spannende Stunden – Brandübungsalarm in der Talmühle Traunreut.

Ein erlebnisreiches und einsatzintensives Wochenende liegt hinter den Jugendfeuerwehren der Stadt Traunreut. Beim traditionellen Berufsfeuerwehrtag schlüpften in diesem Jahr insgesamt 45 Jugendliche aus den Jugendgruppen Traunreut, Traunwalchen, Matzing, Stein an der Traun und Pierling in die Rolle von Berufsfeuerwehrleuten. Unterstützt wurden sie dabei von 18 Betreuern sowie 26 Übungsausarbeitern und Verletztendarstellern, die ein ebenso abwechslungsreiches wie spannendes Programm auf die Beine gestellt hatten.
Bei bestem Wetter begann der erlebnisreiche Übungstag am Freitagnachmittag im Feuerwehrhaus Traunreut. Noch vor dem offiziellen Start stellte sich der neue Feuerwehrreferent der Stadt Traunreut, Hans Kneffel, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor. In seiner kurzen Ansprache brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, „dass sich so viele junge Menschen in der Stadt und für die Feuerwehren engagieren“. Kaum war der Tag offiziell eingeläutet, ging es für die Teilnehmer bereits zu den ersten Übungen. Die Nachwuchskräfte wurden zu den ersten sogenannten Wechseleinsätzen alarmiert. Die Löschmeister von Morgen rückten zu verschiedenen Übungsszenarien in Pierling, Nunhausen und Gigling aus. Die Übungen wurden von den Feuerwehren Pierling, Matzing und Stein an der Traun organisiert und forderten die Jugendlichen rund 45 Minuten lang mit unterschiedlichen Einsatzszenarien. „Uns war es sehr wichtig, die Balance zwischen kleineren Einsätzen und schwierigeren Aufgaben zu wahren. Damit können wir ein realistisches Bild vom alltäglichen Einsatzgeschehen der aktiven Feuerwehrleute vermitteln“, informiert Oliver Heigert, Jugendwart der Feuerwehr Pierling.
Interessante Übungen und Zeit für gemeinsame Aktivitäten
Zwischen den Einsätzen blieb im Feuerwehrhaus Traunreut Zeit für kameradschaftliche Aktivitäten. Beim Tischtennis, Kicker, Federball oder gemeinsamen Musikhören konnten sich die Teilnehmer austauschen und stärken. Das Abendessen wurde von der Feuerwehr Matzing organisiert, die die Jugendlichen mit einem Grillabend versorgte. Ein besonderes Highlight wartete in den Abendstunden auf die Nachwuchsfeuerwehrler. Auf einem Werksgelände in Traunreut wurde ein umfangreiches Verkehrsunfall-Szenario vorbereitet, das es zu bewältigen galt. Die Jugendlichen mussten dabei mehrere Einsatzstellen gleichzeitig abarbeiten. Unter anderem galt es, eingeschlossene Personen aus Fahrzeugen zu retten, eine verschüttete Person zu bergen, vermisste Personen auf dem Betriebsgelände zu suchen sowie die Folgen einer simulierten Explosion zu bewältigen. „Alle Aufgaben wurden von den Jugendgruppen engagiert und mit bemerkenswerter Routine gemeistert“, freute sich Übungsausrichter Mathias Köstner. Auch in den Abendstunden ging das umfangreiche Einsatzprogramm weiter. Gegen 21.30 Uhr folgten weitere Wechseleinsätze im gesamten Stadtgebiet, bevor in den Nachtstunden ein gemeinsamer Mitternachtssnack mit Wiener Würstchen, Debrezinern und Semmeln auf die Teilnehmer wartete.
Ein Einsatzalarm zum Tagesstart
Der Samstag begann früh. „Um 6 Uhr wurden die Jugendlichen durch einen über den Hausalarm ausgelösten Brandeinsatz aus ihren Träumen gerissen“, schmunzelt David Trenker von der Feuerwehr Stein an der Traun und ergänzt: „Dies war glücklicherweise nur ein Fehlalarm.“ Eine Stunde später standen allerdings bereits die nächsten Übungseinsätze auf dem Programm. Im Anschluss trafen sich alle Teilnehmer im Feuerwehrhaus Traunwalchen zum gemeinsamen Frühstück. Frisch gestärkt wurden die Jugendlichen in den Vormittagsstunden zu einem Großbrand alarmiert. Das Szenario „Brand Lagerhalle“ in Traunwalchen stellte die Teilnehmer des Berufsfeuerwehrtages vor mehrere Herausforderungen. Neben einem simulierten Flächenbrand hinter dem Gebäude mussten mehrere vermisste Personen gesucht sowie ein weiterer Brand im Bereich der Talmühle bekämpft werden. Neben zahlreichen Führungskräften der beteiligten Feuerwehren machte sich auch der zuständige Kreisbrandmeister Florian Jurisch ein Bild von den Leistungen der Jugendfeuerwehrleute. „Ich bin schwer beeindruckt, mit wie viel Elan und Ehrgeiz unser Nachwuchs an die unterschiedlichen Aufgaben herangegangen ist. Gleichzeitig waren das Wir-Gefühl, die Freude am Teamwork und die Erfolgserlebnisse am Ende der Übungen bei allen Beteiligten deutlich spürbar“, so der Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.
Ein Erinnerungsfoto zum Abschluss
Nach erfolgreicher Abarbeitung aller Einsatzlagen fand zum Abschluss das gemeinsame Gruppenfoto statt. Anschließend wurden die Übungsobjekte aufgeräumt und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht. „Auch in diesem Jahr konnten wir mit unserem Programm die Jugendlichen begeistern“, betont Jugendwart Martin Köpplreiter von der Feuerwehr Matzing. Dominik Kroiher von der Feuerwehr Traunwalchen ergänzt: „Der Berufsfeuerwehrtag bot den Jugendlichen nicht nur die Möglichkeit, feuerwehrtechnisches Wissen und praktische Fähigkeiten zu vertiefen, sondern stärkte auch die Zusammenarbeit und Kameradschaft zwischen den Jugendgruppen der Stadt Traunreut.“ Einen besonderen Dank sprachen die Hauptverantwortlichen bei der Abschlussbesprechung allen Firmen sowie den Grundstücks- und Gebäudeeigentümern aus, die ihre Liegenschaften als Übungsorte zur Verfügung gestellt hatten. Ebenso bedanken sich die Organisatoren bei allen, die die Übungen ausgearbeitet hatten, bei Helfern, Verletztendarstellern, Jugendwarten, Ausbildern und Kommandanten für ihre tatkräftige Unterstützung. „Ohne dieses große ehrenamtliche Engagement wäre die Durchführung eines solchen Berufsfeuerwehrtages nicht möglich“, lautet das abschließende Fazit von Mirjam Scheler, Jugendwartin der Feuerwehr Traunreut. Hob
Text: Hubert Hobmaier, Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Bilder: Beteiligte Feuerwehren - sämtliche Bildrechte zur weiteren Nutzung wurden übertragen





Quelle: Kreisfeuerwehrverband Traunstein