Traunreut – »Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr« – dieser Leitsatz der Feuerwehr, für den auch die Freiwillige Feuerwehr Traunwalchen seit 140 Jahren einsteht, sei unheimlich wichtig, betonte Pfarrer Richard Datzmann beim Gottesdienst anlässlich des Jubiläums zum 140-jährigen Bestehen der Traunwalchner Feuerwehr.

2014-11-08 140 Jahre TRW

Der Auftrag bedeute aber auch, die Kameradschaft und das Pflichtbewusstsein zu pflegen. »Gott möge Sie begleiten bei gefährlichen Einsätzen«, gab Datzmann den Kameraden mit auf dem Weg. Die Messe in der vollbesetzten Pfarrkirche, der am Kriegerdenkmal ein Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Kameraden vorausgegangen war, wurde vom Jugendchor Luz del Dia musikalisch umrahmt.

Vor dem Gottesdienst versammelten sich die Nachbarwehren und Ortsvereine vor der Carl-Orff-Schule und zogen mit brennenden Fackeln und begleitet von der Blaskapelle zur Kirche. Mit dabei war auch eine 45-Mann-Abordung der Freiwilligen Feuerwehr Hof im Leithagebirge. Die niederösterreichische Feuerwehr pflegt seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit den Traunwalchnern und stand auch Pate beim 130. Gründungsjubiläum vor zehn Jahren. Die Jahrzehnte lange Freundschaft wurde beim anschließenden Festakt mit Musik und einem gemeinsamen Abendessen im Pertensteiner Marstallsaal unterstrichen.

Der Kommandant der Hofer Wehr, Gerhard Mayer, überreichte an den Vorsitzenden Matthias Besuch und an den Ersten Kommandanten Günther Dorfhuber eine Urkunde des Landesfeuerwehrkommandos Niederösterreich für internationale Feuerwehrfreundschaft. Damit die Auszeichnung und weitere Gastgeschenke auch einen würdigen Platz finden, fügte Mayer augenzwinkernd mit Blick an die Vertreter der Stadt an, den Bau eines neuen Feuerwehrhauses zu beschleunigen. Wie wiederholt berichtet, soll für die Freiwillige Feuerwehr Traunwalchen im Gewerbegebiet Oderberg ein neues Gerätehaus gebaut werden.

Zweiter Bürgermeister Hans Peter Dangschat (CSU) bescheinigte der Traunwalchner Wehr Weitblick und versprach, sich dafür einzusetzen, dass das neue Gerätehaus am Standort Oderberg auch gebaut werde. »Es ist notwendig und ihr habt es euch auch verdient.« Damit das Haus durch einen gemeinsamen Jugendraum auch mit Leben erfüllt werde, werde er sich auch für die Schützen stark machen.

Rückblickend auf die 140-jährige Geschichte der Traunwalchner Wehr erinnerte der Vorsitzende Matthias Besuch daran, dass die Aufgaben der Feuerwehr mittlerweile vielfältiger geworden seien. »Wir können stolz darauf sein, dass wir so lange zum Wohle der Allgemeinheit beitragen dürfen«, sagte Besuch. Die 49 Aktiven der Traunwalchner Feuerwehr müssen etwa 40 Einsätze im Jahr fahren. Stolz sind die Traunwalchner auch darauf, dass sich der Nachwuchs auf über 20 junge Leute eingependelt hat. ga

Quelle Bericht: Traunsteiner Tagblatt

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