Mehrere Verletze nach Verpuffung in Discothek

Feuerwehr - Ersthelfer - Team übt Ernstfall
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So eine Schlagzeile oder einen Rettungseinsatz wünscht sich keine Hilfsorganisation: „Mehrere Verletze nach Verpuffung in Discothek“, doch kann es jeden, überall treffen. Sei es privat oder beruflich, wenn der Rettungsdienst und die Feuerwehr kommen, ist Eile geboten. Gut zu wissen, dass sich die Bürger auf das schlagkräftige Ersthelfer- Team der Feuerwehr Traunreut verlassen können. Am gestrigen Montag, war 2014-05-12 erste hilfe uebung2es soweit, den Ersthelfer – Ernstfall zu üben, so Stephan Kail Rettungsassistent und Mitglied der Feuerwehr Traunreut. Er leitet das Team und organisierte die Übungen, die diesmal im Stadtgebiet stattfanden. Wichtig war es mir, die Übungen so reell und glaubwürdig wie möglich durchzuführen. Deshalb auch das aufwendige Schminken von Verletzungen der Patienten, so Stephan Kail. Zuerst wurden die Feuerwehrmitglieder zu einer Grillfeier bei den Schrebergärten gerufen. Dem älteren Mann ging es im Laufe der Feier immer schlechter, letztendlich stellte sich heraus, dass es sich um einen Schlaganfall handelte. Bei einem Schlaganfall zählt jede Sekunde. Anzeichen dafür sind oft Gedächtnislücken, auch die halbseitige Lähmung des Körpers kann auf einen Schlaganfall hinweisen. Personen die einen Schlaganfall erleiden müssen schnellst möglich im Krankenhaus behandelt werden, erklärte der Rettungsassistent. Bei der zweiten Übung handelte es sich um einen Jugendlichen der in einen Kellerschacht stürzte. Es galt den Patienten mittels Trage zu retten. Hierbei war es den Ersthelfern wichtig, in der Enge des Schachts den Patienten zu beruhigen und ihn möglichst schmerzfrei aus dem Schacht zu heben.

Bei der dritten und letzten Übung für das Ersthelferteam, wurde eine Verpuffung in der Discothek Cube in Traunreut inszeniert. Mehrere Verletze waren in der Disco aufzufinden, darunter viele mit Verbrennungen, aber auch unter Schock stehende Jugendliche die beim Feiern unterbrochen wurden. Zudem erschwerte Disconebel, Lichtshow und nicht zu Letzt 2014-05-12 erste hilfe uebung3die laute Musik das Retten für die Einsatzkräfte. Im Ernstfall würde sicherlich die Discothek Aufgrund des Ausmaßes der Verletzten und der Örtlichkeit sofort geräumt, so Patrick Kunze, Mitglied der Feuerwehr Traunreut. Um die Situation den Ersthelfern aber zu erschweren entschied man sich die Rettungsmaßnahmen in der Diskothek durchzuführen. Hierbei kam ein Laien – Defibrillator, unter anderen AED genannt, zum Einsatz. Eine Art elektronischer Notarzt, bist der wirkliche kommt. Nur schnelles und richtiges Handeln der Ersthelfer konnte den bewusstlosen Patienten jetzt noch vor dem sicheren Tod bewahren. Jährlich erliegen tausende von Menschen in Deutschland dem plötzlichen Herztod. Ob zu Hause, im Geschäft, im Straßenverkehr, ein Kreislaufzusammenbruch kann jeden jederzeit überall treffen, umso notwendiger ist die effiziente Ersthilfe in den ersten Minuten bevor professionelle Hilfe am Unfallort eintreffen kann. Meistens liegt hierbei zu Beginn des Kreislaufstillstands kein "Herzstillstand" vor, sondern ein sogenanntes Kammerflimmern. Die wirksamste Waffe gegen den plötzlichen Herztod stellt die frühstmögliche Defibrillation dar. Immermehr Laien- Defibrillatoren hängen auch in Geschäften, Behörden oder Bahnhöfen. Die Geräte sind in der Handhabung einfach und haben nur wenige Bedienungselemente. Bei Vorliegen von Herzkammerflimmern gibt es die Aufforderung, durchKnopfdruck einen Elektroschock auszulösen. Die Verwendung ist speziell für alle Ersthelfer gemacht, somit ist es den Mitgliedern und den Hilfsorganisationen ein Anliegen, das Ersthelfer nicht zögern das Gerät zu verwenden wenn sie in so eine Situation kommen.  Grundsätzlich gilt: Einen AED darf jeder Bürger in Deutschland im Rahmen der Ersten Hilfe verwenden eine zusätzliche Ausbildung muss nicht bestehen.

Das Ersthelfer-Team der Freiwilligen Feuerwehr lernt in regelmäßigen Übungen und Schulungen erweitere Kenntnisse in der Ersten Hilfe, um bei Rettungseinsätzen den Rettungsdienst tatkräftig unterstützen zu können. Dazu gehören unter anderem auch die Wiederbelebung und das richtige Vorgehen bei bewusstlosen Patienten. Meist ist in Notsituationen die Feuerwehr zuerst da, da können manchmal schon Sekunden entscheiden in denen die Feuerwehrler erste Maßnahmen einleiten bis der Rettungsdienst eintrifft, so Stephan Kail. Im Großen und Ganzen eine gelungene Ersthelfer-Übung, das waren sich die Mitglieder des Ersthelfer- Teams der Feuerwehr Traunreut einig!

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