Am vergangenen Samstag führte die Feuerwehr Stadt Traunreut wieder ihren jährlichen Übungstag durch, der heuer mittlerweile zum 6. Mal stattfand.

Bei einer Reihe von Übungen unter Einsatzbedingungen wurden verschiedene Szenarien durchgeführt. Ausgearbeitet von den Kommandanten und Zugführern, wurden Übungen in den verschiedenen Fachbereichen der Technik und des Brandschutzes inszeniert.

Der eigentliche Clou dabei ist, dass weder die Aktiven noch der eingeteilten Einsatzleiter Kenntnis vom Objekt und der gestellten Aufgabe haben. Bei diesen handelte sich um einen Brand auf einem Flachdach der Lebenshilfe in der Bodelschwinghstraße, einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen an der Verbindungsstraße von der Staatsstraße 2104 Richtung Hochreit, einem Tiefgaragenbrand unter der Turnhalle an der Grundschule Süd, einer in einen Schacht abgestürzten Person in der Kläranlage, und um einen Großbrand beim Anwesen der Spielplatzgeräte Mayer GmbH an der Einsteinstraße. Bei der letzten Übung, dem angenommenen Großbrand am Nachmittag, warteten sämtliche Stadtfeuerwehren, unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Josef Walter, mit einer Einsatzstärke von rund 90 Feuerwehrleuten auf, was dann auch den Brandleider Ernst Mayer beeindruckte. Kleine Fehler, die immer wieder mal vorkommen, wurden gleich im Anschluss aller Übungen von den Übungs- und Einsatzleitern besprochen. Auch der neue Feuerwehrreferent der Stadt Traunreut, Hans-Peter Dangschat, zeigte sich beeindruckt von der Vorstellung der Traunreuter Feuerwehren, und betonte bei seiner kurzen Ansprache am Schluss der Übung, die Traunreuter Bürger können Stolz auf ihre Wehren sein. Kreisbrandmeister Josef Walter, wie auch Referent Dangschat und Kommandant Klepke, zollten den Feuerwehrangehörigen größten Respekt, sich bei einem solch schönen Wetter, wenn andere zum Baden gehen, einen ganzen Tag zu üben um sich auf den Ernstfall vorzubereiten.

Wie der Kommandant und Initiator des Übungstages betonte, gehe es nicht nur um das Abrufen von Leistungen, sondern auch um die Zusammenarbeit untereinander. Das beginnt im Einsatz und endet mit dem gemeinsamen wiederherstellen der Einsatzbereitschaft, denn wie im Fußball, vor und nach dem Spiel ist es bei der Feuerwehr, nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Da muss wieder alles Passen und in Ordnung sein. Innerhalb der Wehr wird auch auf eine gute Kameradschaft Wert gelegt, die anschließend bei einem Grillen mit den Familien und den passiven Mitgliedern gelebt wurde. In den bereitgestellten Pools im Übungshof der Traunreuter Wehr, konnte dann auch eine alte wieder aufgelebte Traditionen, wie das Taufen von neuen Mitgliedern, vollzogen werden und brachte dem einen oder anderen auch die gewünschte Abkühlung. Denn so Klepke, auch der Spaß soll ja dabei nicht zu kurz kommen. Bedanken möchte er sich auf diesem Weg auch bei allen Helfern zur Organisation der Verpflegung und bei den Einrichtungen, die durch das zur Verfügung stellen ihrer Übungsobjekte für den ansprechenden Rahmen gesorgt haben.

 

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