Die alljährliche Herbstdienstversammlung der Stadt- und Kreisjugendwarte aller Freiwilligen Feuerwehren des Regierungsbezirkes Oberbayern fand kürzlich in Traunreut statt, passend zum 50-jährigen Jubiläum der hiesigen Jugendfeuerwehr.

2017 11 18 Herbstversammlung

Nach den Grußworten des stellvertretenden Landrates, Andreas Danzer, der die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements herausstellte, freute sich Bürgermeister Klaus Ritter, die angereisten Besucher aus allen Ecken Oberbayerns in der Stadt Traunreut empfangen zu dürfen. Auch er ging besonders auf die Jugendarbeit und die damit verbundenen Herausforderungen ein. Christof Grundner, Kreisbrandrat des Landkreises Traunstein, berichtete von den bevorstehenden Herausforderungen in der Feuerwehr-Jugendarbeit , die in den kommenden Monaten realisiert werden sollen, wie etwa eine Neuausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages, um so die Sache Jugendfeuerwehr attraktiv präsentieren zu können. Stellvertretend als Hausherr eröffnete der 2. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut Konrad Unterstein die Sitzung.

Thomas Göls, seit 2017 Kreisjugendwart des Traunsteiner Landkreises, stellte seine Arbeit und die Besonderheiten in der Jugendarbeit den versammelten Gästen vor: So möchte man durch eine Neuausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages diesem bei der Jugend wieder größere Akzeptanz verschaffen. Angedacht sei hierbei auch ein Zeltlager, welches im Vorfeld stattfinden solle. Ein weiteres Highlight im Kalenderjahr stelle die Übergabe des aus Bethlehem stammenden Friedenslichtes dar, welches man zusammen mit Jugendfeuerwehren aus dem Bezirk Braunau in Oberösterreich organisiere. Nicht zu vergessen seien die Ausflüge, welche den Jugendlichen eine Abwechslung zum Feuerwehralltag sei. Ebenso würde in jedem Inspektionsbereich des Landkreises der alljährliche Wissenstest zusammen mit den benachbarten Kameraden abgenommen. Der Tätigkeitsbereich des „Fachberater Jugend“ pro Inspektionsbereich ist ebenso eine Besonderheit. So übernehme ein Fachberater federführend für den Kreisjugendwart die Aufgaben und ist erster Ansprechpartner für die Jugendwarte.

Eine wichtige und zentrale Frage war, wie man Jugendliche für die Feuerwehr begeistern kann. Alois Reichl vom Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Trostberg stellte diese musikalische Tätigkeit vor. Man habe hiermit ein gutes Mittel gefunden, auch für die Feuerwehr Mitglieder zu gewinnen, denn man könne nicht selten Jugendliche vom Fanfarenzug auch an die Jugendfeuerwehr übermitteln. Die bisherige Bilanz bei der Mitgliedergewinnung kann sich sehen lassen: So kommen, wie Reichl berichtete, der derzeitige Kreisbrandrat, ein Kreisbrandmeister, beide Kommandanten Trostbergs sowie mehrere Landkreisausbilder ursprünglich aus dem Fanfarenzug.

Seit dem 01. Juli 2017 ist es möglich, Kindergruppen in die Feuerwehr zu integrieren. Diese bieten die Möglichkeit, Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, an die Feuerwehr durch Freizeitaktivitäten und spielerisches Herangehen zu binden. Dazu soll es demnächst ein Hilfsmittel in Form eines Unterlagenordners geben, der den Kommandanten der Wehren als Hilfe dient, wenn Interesse an deiner Kindergruppe bestünde.

Die Bereitschaft im Regierungsbezirk, Wettbewerbe auf Bundes- und internationaler Ebene abzulegen, hier insbesondere die Deutsche Jugendspange sowie das CTIF, wurde kritisiert. So nähmen zu wenige Jugendwehren diese Möglichkeiten wahr.

In einem Gastbeitrag durch Bernd Meierbeck von der Firma Feuerwehrhelden wurde das Projekt Grisu Hilft vorgestellt. Hier wird der aus der Kinder-TV Serie bekannte Drache als Plüschtier in verschiedenen Größen vertrieben. Aus jedem Verkauf geht ein Euro an die jeweiligen Landesfeuerwehrverbände, die den Betrag einem wohltätigen Zweck zuführen, in Bayern ist dies zum Beispiel die Aktion „Hilfe für Helfer“.

Andreas Halmer, Bezirksjugendwart von Oberbayern, der die Versammlung moderierte, verlieh an diesem Tag Stephan Hellmuth, dem ehemaligen Kreisjugendwart, die silberne Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberbayern für dessen Verdienste in der Jugendarbeit.

Halmer freute sich am Ende der Veranstaltung über das zahlreiche Erscheinen aus ganz Oberbayern und die angeregten Gespräche untereinander. Der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut sprach er zum Schluss seinen Dank für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die hervorragende Organisation der Veranstaltung aus.

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