Feuerwehrnachwuchs jetzt schon ab zwölf Jahren

Traunreuter Feuerwehr geht neue Wege in der Jugendarbeit

Traunreut. Die Feuerwehr in Traunreut geht einen ganz neuen Weg bei der Anwerbung von Buben und Mädchen und nimmt diese nun schon ab dem Alter von zwölf Jahren auf. Damit sich Jugendliche und Eltern ein Bild davon machen können, was sie bei der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut erwartet, gibt es am Samstag, 22. März, einen Infotag am Feuerwehrgerätehaus mit einem reichhaltigen Programm.

2014-03-15 Jugendausbilder

Die Jugendausbilder bei der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut. (Sitzend von links:) Planitscher Verena, Marks Carola, Traspel Regina,
(Stehend von links:) Danzer Thomas, Springer Christian, Schenk Philipp, Unterstein Konrad


 „Das unermüdliche Werben um Nachwuchs ab dem 14. Lebensjahr hat gezeigt, dass es in diesem Altersbereich immer schwieriger wird, junge interessierte Buben und Mädchen auf uns aufmerksam zu machen“, erklärt Kommandant Ingo Klepke von der Stadtfeuerwehr. Immer wieder sei aber auch zu hören, „schade dass man erst mit 14 dazu gehen darf“. Bisher scheiterte die Umsetzung der Herabsetzung dieser Altersgrenze unter anderem auch daran, dass keine geeigneten Ausbilder zur Verfügung standen. Nun hat die Traunreuter Feuerwehr jedoch mit Regina Traspel und Verena Planitscher zwei Lehrerinnen aus den Reihen der Aktiven für diese Aufgabe gewinnen können. Auf Anregung von Jugendwart Konrad Unterstein und mit der ausdrücklichen Unterstützung durch den Kommandanten und den ersten Vorsitzenden Hermann Künzner wird das Zutrittsalter nun auf zwölf Jahre herabgesetzt. Die größte Änderung im Bereich der Jugendarbeit stellt die Trennung der Altersgruppen dar. Die Gruppe der 12- bis 14-Jährigen wird spielerisch an die Aufgaben in einer Feuerwehr herangeführt und lernen, was es heißt Feuerwehrarbeit im Team zu leisten. Basistätigkeiten wie Erste Hilfe und das Erkennen von Gefahrensituationen gehören ebenso dazu wie der Umgang mit Funkgeräten und anderem Handwerkszeug. Ausflüge und Spiele dürfen außerdem in dieser Altersgruppe nicht zu kurz kommen.
Die zweite Altersgruppe bilden die 14- bis 16-Jährigen, deren Gruppenleitung Thomas Danzer und Carola Marks übernehmen. Beide haben bereits Erfahrung in der Jugendarbeit. In dieser Altersgruppe soll das erlernte Grundwissen fundiert werden, indem praktische Übungen vom Löschangriff über die tragbaren Leitern bis hin zur einfachen technischen Hilfeleistung durchgeführt werden. Von 16 bis 18 Jahren erhalten die Jugendlichen dann den letzten Schliff, um auf den Übergang zu den Aktiven der Feuerwehr vorbereitet zu sein. Die Ausbildung in dieser Gruppe übernehmen Christian Springer und Philipp Schenk.
Ingo Klepke und Hermann Künzner sind davon überzeugt, dass dieses neue Konzept die richtigen Weichen für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut stellt und dass die Jugendlichen am reichhaltigen Angebot der Feuerwehr Spaß haben werden. Die beiden betonen aber auch ausdrücklich, dass die schulische Ausbildung wichtig ist und sie jederzeit Rücksicht nehmen, wenn die jungen Feuerwehrmitglieder Zeit für die Schule brauchen.
„Die Freiwillige Feuerwehr Traunreut hat die Zeichen der Zeit erkannt und will frühzeitig sicherstellen, dass auch künftig genügend Personal zur Verfügung steht, wenn es heißt: Alarm für Florian Traunreut“, betont Konrad Unterstein.

Quelle Text: Pia Mix

 

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