Erstmals in der Geschichte der Traunreuter Feuerwehr Notkommandanten bestellt

Karl-Heinz Erhard und Konrad Unterstein bleiben vorerst im Amt

2021 03 12 Notkommandanten

Traunreut. Die  Auswirkungen der Covid-19 Pandemie machen auch vor der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut nicht Halt. So sind nach dem Artikel 8 des bayerischen Feuerwehrgesetzes von den aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr alle sechs Jahre die Kommandanten in geheimen Wahlgängen zu wählen. Dieser Zeitraum ist bereits im vergangenen November verstrichen.Das Amt des ersten Kommandanten hat seit der letzten Wahl Karl-Heinz Erhard inne. Er ist in dieser Funktion auch als federführender Kommandant eingesetzt. Sein Stellvertreter ist Konrad Unterstein. Auf Grund der vorherrschenden Coronasituation und der einhergehenden Vorschriften und Vorsichtsmaßnahmen war eine erneute Wahlveranstaltung der Floriansjünger in einer Präsenzveranstaltung bisher nicht möglich. Auch eine Briefwahl wurde durch die Stadtverwaltung geprüft. Bevor man die Wahl auf diesem Wege durchführen kann, muss allerdings im Vorfeld die Satzung geändert werden. Außerdem ergab sich aus Gesprächen mit einigen Feuerwehrfrauen- und männern, dass eine Briefwahl nicht erwünscht sei und man die Personen für diese wichtigen Ämter lieber selbst vor Ort wählen würde. Diesen Wunsch respektierten die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung. Damit wurde es notwendig, sogenannte Notkommandanten zu berufen, um die Aufgaben und Zuständigkeiten bis zu einer möglichen Wahl weiterhin klar geregelt zu haben. Der Hauptausschuss bestellte in seiner letzten Sitzung per Beschluss Karl-Heinz Erhard zum ersten Kommandanten und Konrad Unterstein zum stellvertretenden Kommandanten der Traunreuter Feuerwehr und wurde so dem bayerischen Feuerwehrgesetz gerecht. Die Bestellung der beiden frischgebackenen Notkommandanten ist allerdings bis Juni befristet, da man baldmöglichst eine Präsenzwahl durchführen möchte, sobald es die Umstände zulassen.
Für die Freiwillige Feuerwehr Traunreut ist die neue Notkommandantur eine Premiere. In ihrer knapp fünfundsiebzigjährigen Geschichte war es bislang nicht notwendig, solch einen Schritt zu unternehmen. Erhard und Unterstein sind sich aber einig, dass das eine Ausnahme bleiben muss und man bald wieder normale Verhältnisse schaffen wolle.

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