Angebranntes Essen: Feuerwehr warnt nach zahlreichen Einsätzen

2019 11 08 Angebranntes Essen
Mit Atemschutz rückten die Feuerwehrler zur völlig verrauchten Wohnung in der Salzburger Straße aus. −Foto: Feuerwehr Traunreut

Praktisch täglich müssen die Traunreuter Feuerwehrler (Landkreis Traunstein) derzeit im Stadtgebiet ausrücken, weil Essen auf einem eingeschalteten Herd vergessen worden ist und es zu starker Rauchentwicklung kam. 2. Kommandant Konrad Unterstein appelliert deshalb dringend an alle Traunreuter, kein solches unverantwortliches Risiko einzugehen.

Am Donnerstagmittag wurden die Floriansjünger um 11.30 Uhr alarmiert, weil in einem Wohnblock in der Salzburger Straße ein Rauchmelder in einer Wohnung im zweiten Obergeschoß Alarm geschlagen hatte. Aufmerksame Nachbarn hörten das Piepen und riefen den Notruf. Die Traunreuter Feuerwehr konnte vor Ort eine Rauchentwicklung in einer versperrten Wohnung feststellen. Deshalb wurde gleichzeitig eine Wasserversorgung und Belüftung aufgebaut, die Drehleiter in Stellung gebracht und der Atemschutztrupp öffnete die Wohnung gewaltsam, da niemand öffnete. In der Küche der verlassenen Wohnung fanden die Atemschutzträger dann bis zur Unkenntlichkeit angebranntes Essen auf einem eingeschalteten Herd.

Die Feuerwehrler schalteten den Herd aus und belüfteten Hausgang und Wohnung. Insgesamt waren dabei 15 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen eineinhalb Stunden im Einsatz. Während dieser Zeit kehrte der Wohnungsinhaber auch nicht zurück.

Angesichts der Gefahr eines offenen Feuers und insgesamt rund zehn vergleichbaren Einsätzen in den vergangenen 14 Tagen appelliert Konrad Unterstein: "Beim Verlassen der Wohnung bitte unbedingt den Herd ausschalten! Bisher ging immer alles glimpflich aus durch die Technik der Rauchwarnmelder und die aufmerksamen Nachbarn. Darauf sollte man sich allerdings nicht verlassen. Eingeschaltete Herdplatten stellen ein großes Risiko dar, wenn diese unbeaufsichtigt sind. Es wäre tragisch, wenn durch so einen Leichtsinn großer Sachschaden entstehen und eventuell auch noch Nachbarn in Gefahr gebracht würden." − hr

Quelle: Heimatzeitung.de

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