Feuerwehr rückt zweimal wegen Brandgeruch aus

Vermutlich Halogenscheinwerfer als Ursache

20.07.2022 | Stand 20.07.2022, 15:16 Uhr

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Die Einsatzkräfte durchsuchten das Gebäude an der Kantstraße mit der Wärmebildkamera und mit Atemschutzgeräten. −Foto: vc

Zu einem Feuerwehreinsatz ist es am späten Dienstagnachmittag in einer sozialtherapeutischen Einrichtung an der Kantstraße gekommen. Grund dafür war Brandgeruch in einem Nebengebäude, in dem ein Warenverkauf untergebracht ist. Angestellte stellten den Geruch fest und wählten daraufhin den Notruf.

Die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmierte neben der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut einen Rettungswagen des BRK sowie die Kreisbrandinspektion. Eine Streife der Polizei fuhr ebenfalls die Einsatzstelle an. Die ersten Feuerwehrkräfte vor Ort konnten den vermeintlichen Brandgeruch ebenfalls feststellen. Daraufhin wurde zur Erstmaßnahme ein Atemschutztrupp mit einer Wärmebildkamera zur Erkundung in das Gebäude geschickt.

Die Erkundung verlief allerdings ohne Ergebnisse. "Da im weiteren Einsatzverlauf Gottseidank kein Rauch und kein Feuer feststellbar waren, habe ich mich dazu entschlossen, die weitere Erkundung ohne Atemschutzgeräte durchführen zu lassen", so der Einsatzleiter und Traunreuts Kommandant Konrad Unterstein.

Es wurden weitere Trupps mit Wärmebildkamera und Mehrgasmessgerät in das Gebäude geschickt. Doch trotz intensiver Suche und größter Mühe der Einsatzkräfte, konnte keine Ursache gefunden werden. Zum Abschluss wurde das Gebäude noch mit einem Überdrucklüfter belüftet. Insgesamt waren 23 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen,ein Rettungswagen sowie die Funkstreife der Polizei im Einsatz. Die Kantstraße war für die Einsatzdauer von einer Stunde halbseitig gesperrt.

Unter der Absprache der Einrichtungsleiterin und dem Kommandanten übernahm das Personal in der Nacht die Beaufsichtigung der Einsatzstelle, in der es zu keinen weiteren Zwischenfällen kam. Am Mittwochmorgen rückte dann noch einmal eine Staffel der Traunreuter Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug zur Einsatzstelle aus, um eine abschließende Kontrolle durchzuführen.

Dabei konnte als mögliche Ursache ein Halogenscheinwerfer festgestellt werden. Die Kontrolle mit der Wärmebildkamera war allerdings auch hier wieder ohne Auffälligkeiten. Konrad Unterstein bestätigt, dass das Geschehen in einem Nebengebäude stattfand und das Personal umsichtig handelte, sodass zu keinem Zeitpunkt Menschen in Gefahr waren. − red

Quelle: www.pnp.de

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