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Coronavirus im Landkreis Traunstein

Traunstein. Die Feuerwehren als kommunale Einrichtungen sind im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für den abwehrenden Brandschutz und die Technische Hilfeleistung verantwortlich. Darüber hinaus bilden die Einsatzkräfte eine zentrale Säule im Katastrophenschutz. Die Einsatzfähigkeit aller Feuerwehren im Landkreis Traunstein bildet also einen wesentlichen Baustein für die Sicherheit und den Schutz aller Bürgerinnen und Bürger.

Aus diesem Grund wurden nun nach Rücksprache mit den Fachbehörden der organisationsübergreifenden Koordinierungsgruppe im Landratsamt umfangreiche Maßnahmen in Kraft gesetzt, die verhindern sollen, dass es auf Grund der derzeit prognostizierten Ausbreitung des Coronaviruses zu Einschränkungen im Bereich der öffentlichen Gefahrenabwehr kommt und die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin auf die Hilfe durch die Feuerwehr vertrauen können.

Kreisbrandrat Christof Grundner ist ein ständiges Mitglied der vom Gesundheitsamt geleiteten Kommission. Er betont ausdrücklich, dass es sich bei den getroffenen Entscheidungen in erster Linie um Vorsichtsmaßnahmen handelt, die das Sicherheits- und Hilfeleistungsnetzwerk schützen sollen. Letztlich will man dadurch erreichen, mögliche Infektionsketten innerhalb der dezentralen Feuerwehrstrukturen zu unterbinden und eine Verbreitung auf die Gesamtorganisation der Feuerwehren im Landkreis Traunstein verhindern.

Mit sofortiger Wirkung wird deshalb der gesamte Lehrgangsbetrieb des Kreisfeuerwehrverbandes eingestellt. Darüber hinaus wird es ab sofort keine Abnahmen von Leistungsprüfungen, keine geplanten Besprechungen, keine geplanten Feuerwehrbesichtigungen sowie keine Sitzungen der Fachbereiche, des Ausschusses und der Vorstandschaft geben. Davon betroffen sind derzeit alle Termine bis einschließlich 19.4. Die Entwicklung der gesamten Situation wird laufend beobachtet und bei Bedarf angepasst. Die Facheinschätzungen der Mitarbeiter im Koordinierungsstab fließen weiter in die Maßnahmen der Feuerwehren mit ein.

Der für den 21.3. geplante Jugendfeuerwehr Infotag findet nicht statt. Die Feuerwehrgerätehäuser bilden eine sogenannte „Kritische Infrastruktur“, deshalb kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund ist es nötig, dass diese vollumfänglich betriebsbereit bleiben und eine denkbare Infektionsverschleppung verhindert wird. Deshalb muss der Zutritt in diese sicherheitsrelevanten Bauten streng geregelt und nach Möglichkeit auf ein absolut notwendiges Mindestmaß reduziert werden.

Die besonderen Führungsdienstgrade der Kreisbrandinspektion des Landkreises Traunstein werden ab sofort keine öffentlichen Termine wahrnehmen. Der Einsatzdienst ist derzeit davon nicht betroffen. Die umfangreichen Einsatzplanungen und speziellen Hygienekonzepte zum Schutz der Feuerwehrdienstleistenden und den Erhalt der flächendeckenden Einsatzbereitschaft greifen mit sofortiger Wirkung. Die Kreisfeuerwehrärzte stehen den Feuerwehren vor Ort als Fachberater zur Verfügung und können von Einsatzkräften jederzeit angefordert werden.

Den Feuerwehren im Landkreis Traunstein wurde empfohlen, den Ausbildungs- und Übungsbetrieb auf Standortebene bis auf Weiteres einzustellen und Veranstaltungen wie Jahreshauptversammlungen oder Vereinsfeste abzusagen. Für die Einsätze wurden entsprechende Handlungsanweisungen herausgegeben. Darüber hinaus arbeiten die Feuerwehren ab sofort nach einem speziellen Einsatzkonzept. Diese Maßnahmen sind notwendig, damit mögliche Übertragungs- und Ausbreitungswege unterbrochen werden und somit eine Risikominimierung erfolgt. Hob

Weiterführende Informationen finden sich unter anderem

Beim Robert Koch Institut: www.rki.de

Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst: www.116117.de

 

Text:
Hubert Hobmaier, Fach-Kreisbrandmeister Presse- und Medienarbeit
Christof Grundner, Kreisbrandrat

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Traunstein